Physiotherapieschule

8 Mai 2017
 Kategorien: Bildung und Entwicklung, Blog

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In Deutschland gibt es über 200 staatliche und staatlich anerkannte Physiotherapieschulen. Hier werden die Schüler in einem praktischen und theoretischen Teil zum Physiotherapeuten ausgebildet. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Sie soll den Absolventen befähigen, Menschen zu behandeln, die aus den verschiedensten Gründen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Das umfasst die Erstellung eines Therapieplans und die Anleitung des Patienten bei der Durchführung der Therapiemaßnahmen. Der Gesetzgeber schreibt einen bundesweiten Rahmen für physiotherapeutische Fachschulen vor. Danach erwarten die Schüler 2900 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis und 1600 Ausbildungsstunden praktischer Arbeit mit Patienten. Die fachpraktische Ausbildung wird in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Fach- oder Rehakliniken absolviert. Hier lernt der Schüler den Umgang mit Patienten und erhält einen Einblick in verschiedene medizinische Fachrichtungen. 

Im theoretischen Teil vermittelt die Schule medizinisches Grundwissen in den Bereichen Anatomie, Physiologie und Psychologie. Außerdem stehen Fächer wie Verbandstechnik, Biomechanik und Hygiene auf dem Lehrplan. Auch allgemeine Fächer wie Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde oder die deutsche Sprache sind Teil der Ausbildung. Schwerpunktmäßig befassen sich die Schüler mit Therapietechniken. Sie lernen fachspezifische Behandlungstechniken wie Gangschulung, manuelle Therapie, Massagetechniken und Hydro-, Thermo- und Inhalationstherapie. Mit einer staatlich einheitlichen Prüfung endet die Ausbildung. Die Voraussetzungen einer Physiotherapie-Ausbildung sind der Realschulabschluss oder eine vergleichbare 10-jährige Schulbildung. Die physische und psychologische Eignung ist in diesem Berufsfeld von besonderer Bedeutung. Der körperliche Einsatz kann sehr anstrengend sein und auch die psychische Belastung bei der Arbeit mit Patienten ist oft groß.

Es wird empfohlen, vor dem Besuch einer Physiotherapieschule wie der Lehrakademie für Physiotherapie PT GmbH ein mehrwöchiges Praktikum in einem Krankenhaus oder einer anderen medizinischen Einrichtung zu absolvieren. Auf diese Weise finden Interessierte schnell heraus, ob sie sich für einen Beruf im medizinischen Umfeld eignen. Die öffentlichen Berufsfachschulen sind kostenfrei, es entstehen jedoch Kosten durch Prüfungsgebühren und Lernmittel. Private Schulen erheben in der Regel Lehrgangsgebühren. Deren Höhe ist unterschiedlich und wird am besten bei der in Frage kommenden Schule erfragt. Finanzielle Unterstützung erhalten Schüler beim Amt für Ausbildungsförderung oder durch einen Bildungskredit. 

Einige Schulen bieten Zusatz-Ausbildungen an. So gibt es die kombinierte Ausbildung zum Physiotherapeuten und Gymnastiklehrer. Diese dauert etwa ein bis zwei Jahre länger. Eine weitere Möglichkeit ist ein duales Studium. Ein Bachelor-Studiengang läuft zusammen mit der Berufsfachausbildung und wird mit dem Titel Bachelor of Science abgeschlossen.  Bei der großen Anzahl der Physiotherapieschulen sollte sich jeder Ausbildungswillige vor einer Bewerbung über die in Frage kommenden Institute informieren. Die Schulen haben meist ein informatives Internetangebot, wo alle Angebote, Kurstermine und Gebühren gelistet sind. Fragen beantwortet das Personal mit Sicherheit gerne.