Therapiebegleithund Ausbildung

16 Mai 2017
 Kategorien: Privatunterricht, Blog

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Therapiebegleithund Ausbildung

Es wird ja immer wieder gesagt, dass Tiere über einen siebten Sinn verfügen. Eine Aussage, die voll ins Schwarze trifft, denn wie oft haben zum Beispiel Hunde schon unter Beweis gestellt, wie gut sie sich als Therapiehunde bewähren. Im richtigen Moment präsent und hilfreich ihrem Besitzer zur Seite stehend, haben sie schon oft bewiesen, welches Potenzial in ihnen steckt.

Zahlreiche Bespiele aus dem täglichen Leben erzählen davon, dass "Oscar" mal wieder die richtige Nase hatte und sein Frauchen oder Herrchen vor einem unglückseligen Zustand bewahrte. Nicht selten verdanken chronisch kranke Menschen ihrem Vierbeiner ein selbstbestimmtes Leben, ganz zu schweigen von sehbehinderten oder blinden Menschen, für die ein Therapiehund häufig der einzige und letzte Ausweg ist, um sich in einer schnell verändernden Umgebung zurecht zu finden. Grund genug also, die Therapiebegleithund Ausbildung heute in den Fokus zu rücken...

Die Therapiebegleithund Ausbildung - eine Ausbildung, die Leben retten kann!

Ein Therapiehund, der Therapiehelfer auf vier Pfoten, wird gezielt in der tiergestützten medizinischen Behandlung eingesetzt. Seine "Aufgabengebiete" können dennoch sehr unterschiedlich sein. So kann er sowohl in der Ergo-, Psycho- oder Physiotherapie, als auch in der Sprach-Sprechtherapie und Heilpädagogik seine Betätigung finden. Dabei fungieren diese gut ausgebildeten Therapiehunde als Streichel- und Schmusehunde, sodass den Patienten Geborgenheit, Sicherheit und Selbstbewusstsein auf ganz natürliche Weise vermittelt wird.

Nicht selten kommt es vor, dass verlorengegangene Lebensfreude zurückkehrt, und der Patient mit der Hilfe seines vierbeinigen Therapeuten zum Beispiel eine Depression überwindet. Der Hund stellt sich in diesem Kontext als ein idealer Partner heraus, um zur Kontaktaufnahme zu motivieren. Während einer Therapiebegleithund Ausbildung werden die angeborenen Fähigkeiten eines Hundes verstärkt bzw. gezielt gefördert. 

Hunde- und Hundeführer-Voraussetzungen für eine solche Ausbildung!

Apropos Ausbildung, die Voraussetzung für eine solche ist das bedingungslose Vertrauen des Hundes, denn dieses schafft erst die Basis für eine Ausbildung. Für die Arbeit als Therapiehund muss der Hund keiner bestimmten Rasse angehören, vielmehr eignet sich jede Rasse und jede Größe. Allerdings sollten diese Hunde gesund sein, wesensstark und über einen ausgeprägten Spieltrieb verfügen. Das Mindestalter sollte bei 12 Monaten liegen, ein Alter, das einen großen Vorteil mit sich bringt, denn der Welpe kann spielerisch in seine große Rolle "hineinschlüpfen". Spätere große Belastungen werden ihn dann nicht mehr so stark tangieren.

Des Weiteren muss ein solcher Hund über eine sehr tiefe Beziehung zum Besitzer, Aggressionslosigkeit, Geduld & Gelassenheit, Lernbegierde und Kontaktfreude gegenüber Artgenossen verfügen. Im Gegensatz zum "vierbeinigen Schüler" muss der Hundeführer "nur" eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem sozialen oder pädagogischen Beruf vorweisen können.

Umfang und Inhalt der Ausbildung!

Die eigentliche Ausbildung vollzieht sich in einem Zeitraum von 50 Unterrichtseinheiten, innerhalb von 9 Monaten, wobei sich die Kosten auf ca. 1.500 Euro belaufen. Der Umfang der Ausbildung beinhaltet einen wöchentlichen Grunderziehungskurs (10 x 60 min.), den wöchentlichen Vorbereitungskurs Therapiehund (10 x 60 min.), sowie wöchentliche 10 x 60 min Begleithundeausbildung.

Ferner muss eine Sachkundeprüfung, eine Begleithundeprüfung sowie eine 20 x 45 minütige Einzelausbildung zum Therapiehund absolviert werden. Damit aber noch nicht genug, denn es schließen sich noch Praxiseinsätze und die Abschlussprüfung zum Therapiebegleithund-Team an. Die einzelnen Ausbildungs-Bausteine können aber durchaus variieren und auch zeitlich einige Veränderungen aufweisen.  Alles in allem wird hier aber insgesamt eine Ausbildung geboten, die Mensch & Tier gleichermaßen fordert, eine Ausbildung, die unter Umständen sogar Leben retten kann und mit dem Schönsten belohnt, was Patienten empfinden können, der wiedergewonnenen Lebensfreude...